News of the week

Hallo Mitanand,
Namaste

Ich weiss, ich habe mich schon eine ganze Weile nicht mehr mit Neuigkeiten gemeldet. Der Grund dafür liegt darin, dass ich mich schon seit zwei Wochen in Rishikesh in einem Ashram befinde und hier eine Yogaausbildung absolviere. Rishikesh ist eine kleine Stadt im Norden von Indien und liegt am Fusse des Himalayas. Einen Ashram ist übrigens ein klosterähnlicher Rückzugsort. 🙂 Hier gibt es natürlich kein Wifi und Laptops sowie Smartphones sind nicht erlaubt. Damit ich für den Notfall doch mal ab und zu mit der Aussenwelt Kontakt haben kann, besorgte ich mir direkt bei der Ankunft eine Sim-Karte. 🙂 Ein paar Tage ohne Internet zu sein, kann ich auf Touren richtig geniessen, aber einen Monat ist doch schon ziemlich lange. 🙂 Auch habe ich schon seit zwei Wochen keinen Kaffee mehr gesehen. Diejenigen, die mich gut kennen, wissen, wie wichtig einen guten Morgenkaffee für mich ist. Ich sage nur so viel, es war nicht einfach. Mittlerweile sind die Kopfschmerzen vergangen und ich gewöhnte mich an den Tee. 🙂 Ich sage jetzt nicht, dass ich mir den Kaffee nun ganz abgewöhnt habe. Ich freue mich nämlich schon wieder auf einen Kaffee mit einem leckeren Croissant.

Indien stand schon immer auf meiner Reise Bucket Liste. Vor allem jedoch, um mehr über den Ursprung des Yogas und über Ayurveda zu lernen. Das Land alleine zu bereisen, war nie meine Absicht. Machbar wäre es auf jeden Fall und ich habe auch schon einige Frauen kennengelernt, die davon schwärmen. Man muss das aber wirklich wollen und sich auf das Land einstellen. Ich bin nach ein paar Stunden herumlaufen schon so müde, dass ich froh bin, wieder in Ashram zurückkehren und all die Eindrücke ein bisschen verdauen zu können. Viel Freizeit haben wir nicht, aber am Sonntag können wir jeweils unser Programm selber wählen und die Gegend ein wenig erkunden. Die vielen Menschen, die Kühe, die Affen, all die Hunde, die unglaublich vielen Autos, Motorräder und das permanente Hupen von allen Fahrzeugen und die Variationen an Düften (um es mal freundlich auszudrücken) bringen mich doch an meine Grenzen und ich war noch nicht mal in einer Grossstadt. 🙂 Also lange halte ich es draussen jeweils nicht aus. Dazu kommt, dass die Menschen mich anfassen und Fotos mit mir machen wollen, weil ich blond bin. Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig. 🙂 Einerseits ist es sehr interessant das Land mal «live» zu erleben, auf der anderen Seite macht es mich auch traurig, wenn ich sehe, unter welchen Umständen die Menschen hier leben. Die Kontraste zwischen arm und reich stimmen mich doch sehr nachdenklich und es ist nicht leicht dies zu verarbeiten.

Seit 10 Monaten bestimme ich meinen Tagesablauf selber und ich genoss es so richtig meinem eigenen Rhythmus zu folgen. Die Umstellung wieder ein fixes Programm zu haben, war doch eine kleinere Herausforderung. 🙂

Mein Tagesablauf sieht nun folgendermassen aus:

05:00 Uhr Aufstehen
05:30 Uhr – 06:30 Uhr Pranayama (Verschiedene Atemtechniken)
06:45 Uhr – 08:45 Uhr Hatha Yoga
09:00 Uhr – 10:00 Uhr Methodik
10:00 Uhr – 11:00 Uhr Brunch (Reis, Kartoffeln und Gemüse mit Brot)
11:00 Uhr – 13:30 Uhr Philosophie / Ayurveda
13:30 Uhr – 14:30 Uhr Frucht Snack
14:30 Uhr – 15:30 Uhr Anatomie
16:00 Uhr – 17:30 Uhr Yoga Nidra (Meditation)
17:30 Uhr – 18:30 Uhr Nachtessen (Reis, Kartoffeln und Gemüse mit Brot)
18:30 Uhr – 19:30 Uhr Mantra (Meditation)
21:00 Uhr Nachtruhe

Du siehst, viel Freizeit bleibt mir definitiv nicht. Am Abend bin ich meist schon um 08:00 Uhr im Bett und es geht auch meist nicht länger als ein paar Minuten bis ich einschlafe. 🙂

Jetzt geniesse ich meinen Sonntag noch ein wenig und freue mich einfach über das Nichtstun. Dir wünsche ich bereits heute einen guten Wochenstart. Bis Bald!

Liabs Grüassli Karin

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